Um unsere lieben Vögel auch optisch einwandfrei auf die Ausfahrt vorzubereiten begaben wir drei uns am 30. April in den Clean-Park nach Hertmannsweiler um die Schwalben zu waschen.

Am 1. Mai wurde dann nochmal kräftig gefeiert und so verschlief der liebe Herr Michl am 2. Mai, dem Tag der Abfahrt, die geplante Abfahrtszeit um ganze 20 min!!
Als er dann endlich eingetroffen war und wir auch alle Wegbeschreibungen und Karten ausgedruckt hatten konnte es losgehen.
Die erste Etappe führte allerdings nur von Leutenbach nach Winnenden zur MTB wo wir alle volltankten und den Reifendruck überprüften.
Weiter gings dann in Richtung Hertmannsweiler durch sonnendurchflutete Weinberge Richtung Althütte, vorbei am idyllischen Ebnisee in Richtung Kirchenkirnberg und Gaildorf.
Den nächsten Zwischenstop genehmigten wir uns in Gründelhardt bei Kilometer 60, also bei genau einem Drittel der gesamten Wegstrecke.
Erstaunt, dass wir komplett ohne Vorkommnisse so weit gekommen waren gönnten wir uns Pizzataschen und Käse-Schinken-Hörnchen bei der ansässigen Bäckerei.
So gesättigt ließen wir uns auf der Weiterfahrt die einsetzende Mittagsmüdigkeit vom Fahrtwind wegblasen.
Als wir das nächste mal den Blinker setzten hatten wir Crailsheim und Feuchtwangen schon passiert und befanden uns nun schon im „Freistaat Bayern“ auf direktem Weg Richtung Ansbach, quasi einem Vorort von Nürnberg.
Eben dort meldeten dann das erste Mal die Mopeds Durst an und so gönnten wir jedem Tank eine 5l Füllung.
Frisch gestärkt und mit gutem Gefühl im Bauch kämpften wir uns durch die Innenstadt, die Franken scheinen das Wort „Grüne Welle“ nicht zu kennen, und hatten trotzdem schon nach einer halben Stunde die Bundesstraße Richtung Bayreuth unter den Rädern.
Ein Weilchen später passierten wir eine ASB- Station in Gräfenberg und unser Zivi war froh mit diesem Laden nichts mehr zu tun zu haben^^
Weitere 10 Minuten später verliessen wir die Hauptstrasse und bogen in Richtung Obertrubach in die Pampa ab.
Zuvor hatten wir entsetzt das Werbeschild des Motorradmuseums in Möchs betrachtet, dass aus einer nicht mehr fahrtauglichen! rostigen alten Schwalbe mit Werbeschild bestand.
Welch ein Frevel!

Im Idyllischen Trubachtal angekommen suchten wir unser Quartier, den „Gasthof Eichler“ auf.
Oma Eichler begrüßte uns herzlich und versorgte uns mit köstlichem selbstgebackenen Kuchen und Kaffee.
Allein der Erdbeerkuchen und die Eierlikörtorte machten, den von der Fahrt, wunden Allerwertesten wieder gut!
Als nächstes bezogen wir Quartier im Obergeschoss des Gasthauses, dass zum Matratzenlager ausgebaut war.
Köstliches Weizenbier und das SEHR wechselhafte Wetter verkürzten uns die Zeit bis zum Abendessen, dass, oh welch Wunder, aus einer DOPPELTEN Portion, also sieben, fränkischen Bratwürsten mit Sauerkraut bzw. Kartoffelsalat bestand.
Da es nach dem Abendessen noch zu früh war um sich schlafen zu legen machten wir noch einen Spaziergang durch das nahe gelegene Wolfsberg (s. Bilder) um dort einige Kuriositäten wie sehr eigenwillig beschriftete Strassenschilder zu bewundern.
Nun endgültig müde, satt und zufrieden betteten wir uns in unsere warmen, oder auch nicht warmen
, Schlafsäcke und schliefen ein.
Der nächste Morgen begann allem voran mit genüsslichem Ausschlafen und dann dem obligatorischen Besuch auf der Toilette zum Wasserlassen.
Um die Erfrischung am Morgen zu komplettieren begibt sich der gute Schwalbefahrer natürlich nicht unter die Warmduscher- sondern unter die Wikingerdusche!
Sauber, erfrischt und mit ordentlichem Hungergefühl im Bauch ließen wir den lieb gewonnenen Gasthof hinter uns und fuhren, vorbei an wunderschönen Kletterfelsen, nach Obertrubach hinein um im Gasthof „Zur fränkischen Schweiz“ ein üppiges Mittagsmenü zu genießen.
Dieses bestand aus einmal „Wienerbackfleisch mit Jägersoße“ und zwei Portionen „gegrillter Schweinshaxe mit Sauerkraut und Salzkartoffeln“.
Die Simson-Schwaben können nur sagen: „So genial gut und saugünstig haben wir schon lange nicht mehr gegessen!“
Nachdem wir die riesigen Portionen, trotz mächtigem Hunger, nur mit Mühe und Not bezwungen hatten, setzten wir nahtlos zur Heimfahrt an, um erst überhaupt kein Müdigkeitsgefühl aufkommen zu lassen.
Gefühlte 15 Minuten später waren wir schon wieder in Nürnberg und kämpften uns erneut durch den dichten Verkehr.
Ohne Ortskenntnis und nur den Straßenschildern folgend fanden wir uns schon bald auf der Stadtautobahn wieder und genossen es endlich einmal bei den großen auf der Kraftfahrstrasse mitmischen zu können.
Nach einer ansonsten sehr ereignislosen Weiterfahrt verlangten unsere Mopeds kurz vor Crailsheim wieder ein wenig Sprit und so gönnten wir uns und ihnen die Pause an der Tanke und im nebenliegenden McCafe.
In Gaildorf ließen wir dann die Bundesstraßen hinter uns und bogen, wie schon auf der Hinfahrt, in den schönen Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald ab.
Vorbei am Ebnisee und den Winnender Weinbergen lag unser letzter Stop am Rande von Hertmannsweiler, wo nochmals einige schöne Bilder entstanden.
Daheim angekommen gönnten wir uns zunächst eine entspannende warme Dusche und dann ein Nachmittagsschläfchen.
Abschließend kann man unsere Tour als vollen Erfolg werten, da wir, gegen unsere Erwartungen, ohne die noch so kleinste Panne die 440 km Hin- und Rückfahrt hinter uns brachten.
Und mit nur zweimal nachtanken haben wir im Schnitt nur ca. 15l Sprit verbraucht; verteilt auf die Strecke (15l / 440km), muss uns das erstmal jemand nachmachen.

Mit gestärktem Vertrauen in unsere Mopeds ist diese Ausfahrt bestimmt nicht unsere letzte gewesen!
Weitere Bilder findet Ihr unter “Galerie” auf unserer Homepage
Autor: Eule